Über mich – Wie alles begann…

In meiner Geschichte kann ich die Kirche zwar im Dorf, aber nicht unerwähnt lassen. Denn dort hat alles begonnen. Als Kinder haben meine Schwestern und ich im Wiener Stephansdom unsere ersten gesanglichen Erfahrungen machen dürfen. Als Sternsingerinnen oder auch im Rahmen der Jungschar St. Stephan haben wir uns ausprobiert. Dann ging es nach Floridsdorf in die nächste Kirche. Im Jugendchor der Pfarre hatten wir regelmäßige Chorproben und sonntags die Möglichkeit mit Mikrofon zu singen. Das war schon sehr aufregend. Und während der Kommunion durften wir sogar modernere Hits singen. Damals war das „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „The rose“ von Bette Midler oder „That’s what friends are for“ von Dionne Warwick.
Für mich wurde immer klarer: Ich will einfach nur singen.
Zu Hause, in einem Haushalt von 7 Personen, habe ich mich oft nicht getraut laut zu singen. Als ich in die 6. Klasse ging, wusste ich: Am Mittwoch habe ich von 13-14 Uhr eine Stunde alleine zu Hause. Also bin ich nach dem Unterricht nach Hause gehetzt, um die Türe aufzusperren, „Hallo?“ zu rufen und zu wissen: Ich bin alleine. Los gehts.
Und dann habe ich im Wohnzimmer einfach laut gesungen.
Das war mein Gefühl von Freiheit.
Ausbildungen
- 1 Jahr Musicalschule (Sunrise Studios)
Gesang bei: Paul Wimberger, Andi Gabauer - Diplomausbildung Kindergartenpädagogik (BAFEP 8)
- Diplomausbildung IGP-Pop-Gesang & Pop-Gitarre (Vienna Konservatiorium 1150 Wien)
Gesang bei: Christine Kisielewsy, Alex Wartha, Julia Radschiner
Gitarre bei: Hardy Kamm, Thomas Hechenberger - Diplomausbildung Mental- & Achtsamkeitstrainerin (Sinnesschmiede, Graz)
- Diplomausbildung Trauerbegleiterin (Vergiss mein nie, Hamburg)
- Privatunterricht bei Christine Wagner (Klassische Einflüsse)
- CVT – Complete Vocal Technique (Catherine Sadolin) – Workshop bei Monika Ballwein
Unterrichtstätigkeit
- Bildungsinstitut IKIP 12 (Gitarrelehrerin: 2013-2015)
- Privater Gesangs- und Gitarreunterricht in 1050 Wien seit 2015
Tätigkeit als Sängerin
- Mitglied im Enselmble von Constanze Ruhm für ihr Filmprojekt „Echo“ 2023
- Solo unterwegs seit 2020
- Sängerin der Band Feinstimmig seit 2015 bis heute

Jede Ausbildung, auch wenn sie auf den ersten Blick nichts mit Gesang zu tun hatte, hat mich näher an meine eigene Stimme herangeführt. War ich zu Beginn die schüchterne Sängerin in der Kirche, die gespürt hat „Da ist noch mehr in mir“, kann ich jetzt sagen: Ich habe erkannt, dass meine Stimme etwas bewirkt. Sie berührt und begleitet Menschen.
Live oder Lehren?
Auf meinem Weg sind zwei Dinge mittlerweile untrennbar miteinander verbunden: selbst Live zu singen und das Unterrichten. Es ist die perfekte Mischung und ich liebe beides. Live bei einer Taufe oder Trauerfeier zu singen, bedeutet für mich einer Familie oder Gruppe von Menschen ein Lied zu schenken, das sie berührt. Ein Lied, das sie vielleicht für den Rest ihres Lebens an ein Gefühl erinnern wird. Ich mag es gerne, mich ausführlich mit Text und Melodie zu befassen.
Ich versuche den Schatz im Lied zu finden und ehrlich zu interpretieren.
Dann entsteht Verbindung. Und manchmal auch Gänsehaut.
Die Arbeit im Unterricht ist eine andere, aber ich versuche genau das weiterzugeben. Ja, ein guter Stimmsitz ist wichtig, aber der beste Sitz in der Stimme hilft nicht, wenn das Gefühl nicht stimmt. Das ist das, was bei Castingshows dann bekrittelt wird. Wenn ein Jurymitglied meint: „Es kommt bei mir nichts an. Ich fühls nicht.“
Das, was ich beim Live-Singen selbst praktiziere, will ich weitergeben. Eine authentische, ehrliche Interpretation ist Teil der Arbeit im Gesangsunterricht. Dieses gewisse Etwas, wenn es um die eigenen Erfahrungen geht, das soll ankommen. Das versuche ich zu vermitteln.
Es gibt für mich also kein Entweder Live oder unterrichen. Beides gehört zu mir, beides mache ich mit Liebe und Hingabe.