Das hier möchte also mein allerallererster Blog-Eintrag werden, und ich muss sagen: Ich bin fast ein bisschen nervös.
Was bedeutet denn Bloggen für mich? Kontinuierlich den ein oder anderen Schwank aus dem Leben liefern. Möglichst fresh, humorvoll, nachdenklich und inspirierend sein. Keinen Blödsinn erzählen – denn das Internet ist schnell und es merkt sich alles.
Und dann spüre ich Widerstand. Also, durchatmen. Ansprüche runterschrauben. Haltung überdenken.
Im Grunde weiß ich: Wer hierbleiben möchte, bleibt. Fühl dich herzlich willkommen.
Vielleicht nimmst du etwas mit, vielleicht nicht. Versprechen kann ich dir nichts.
Und was mich angeht: Reflektieren ist immer gut. Das mache ich hier.
Ein Tagebuch wäre mir hier zu motiviert und zu persönlich. Aber eine gesunde Reflexion über das, was ich erlebe – das fühlt sich richtig an.
„Ich bin Sängerin.“
Wie lange hat es gedauert, bis ich diesen Satz ohne verschämtes Lächeln laut aussprechen konnte? Sehr lange …
Auf die Frage von außen: „Und was machst du so?“ habe ich immer zuerst gesagt: „Ich arbeite im Kindergarten.“
Dann kam: „Ich singe aber auch auf Trauungen und Taufen und unterrichte nebenher Gesang und Gitarre.“
Immer dieses nebenher.
Das hat mich selbst genervt, weil ich im Herzen hauptberuflich Sängerin war und bin. Damals und heute. Seit ich die Ausbildung in Pop-Gesang und Pop-Gitarre am Vienna Konservatorium gemacht habe, war für mich klar: Jetzt darf ich mich wirklich so nennen. Jetzt erteile ich mir selbst feierlich die Berechtigung, es ohne Verlegenheit auszusprechen. Also nochmal: Ich bin Sängerin.
Nach der Matura habe ich einige Diplomausbildungen gemacht. Hier kannst du meinen Weg ein bisschen nachlesen. Ich hatte nicht das Ziel, möglichst viele Ausbildungen zu sammeln, wusste aber, dass ich nicht vollzeit im Kindergarten arbeiten wollte – das habe ich nur wenige Monate vollzeit gemacht.
Ich habe mich in den Bereichen ausbilden lassen, die mich interessiert haben. Dafür war der Kindergarten die beste Basis. Ich konnte auf Ausbildungen hinsparen und dann lernen.
Sängerin und Kindergartenpädagogin
Viele Jahre habe ich alle Standbeine ausgeübt. 2-3 Tage im Kindergarten gearbeitet, unterrichtet und an Wochenenden auf Trauungen oder Taufen gesungen.
Im Juli 2024 habe ich dann endlich den Schritt gewagt und bin den Weg der Selbständigkeit eingeschlagen. Ohne Kompromiss. Das war…. puh… beängstigend und befreiend zugleich.